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Helene von Bismarck wurde in Brüssel als Kind deutscher Eltern geboren und wuchs in Russland, Deutschland und Belgien auf. Nach ihrem europäischen Baccalaureat und einem Sabbatical in Italien studierte sie Geschichte und Politik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2004 forscht sie regelmäßig in den National Archives des Vereinigten Königreichs in Kew bei London. Von 2006 bis 2007 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Westeuropäische Geschichte der Humboldt-Universität. Danach gewann sie ein Graduiertenstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2011 wurde sie an der Humboldt-Universität magna cum laude promoviert. Ihr erstes Buch, eine Monographie mit dem Titel Conceptions of Informal Empire: British Policy in the Persian Gulf, 1961-1968 erschien 2013 in englischer Sprache bei Palgrave Macmillan. Sie hat wissenschaftliche Aufsätze in den peer-review Fachzeitschriften Middle Eastern Studies und British Scholar Journal publiziert. Inzwischen arbeitet sie einem zweiten Buchprojekt über Margaret Thatcher und Jacques Delors. Im Februar 2018 wurde Helene von Bismarck in Anerkennung ihres Beitrags zur historischen Forschung von der Royal Historical Society zum Fellow (F.R.Hist.S.) ernannt.

In Zeiten schneller und dramatischer Veränderungen ist die Beschäftigung mit Geschichte wichtiger denn je. Deswegen bemüht sich Helene von Bismarck, ihre Arbeit einem breiteren Publikum jenseits des Elfenbeinturms zugänglich zu machen. Für The Times Red Box, History & Policy, das Imperial and Global Forum, The UK in a Changing EU und die British Scholar Society hat sie zahlreiche Essays und Kommentare verfasst. Dabei hat sie sich mit so unterschiedlichen Themen wie dem Brexit, der Nahostpolitik Großbritanniens, der Dekolonisation, der Globalisierung, den deutsch-britischen Beziehungen, der Geschichte und Zukunft des Westens und dem Philosophen Isaiah Berlin auseinander gesetzt. Ihre Vortragstätigkeit hat sie nach Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, in die USA, die Türkei und die Tschechische Republik geführt, und sich u.a. an das Cabinet Office in London und die Deutsch-Britische Gesellschaft in Berlin gerichtet. 2014 trat sie – gemeinsam mit Christopher Clark und Karina Urbach – in einem Dokumentarfilm des ZDF auf. 2016 kommentierte sie den Ausgang des britischen EU-Referendums für Spiegel Online.

Helene von Bismarck hat verschiedene internationale Stipendien gewonnen. Das US National History Center lud sie 2010 ein, als eine von fünfzehn jungen Historikern aus der ganzen Welt den Sommer am John W. Kluge Center der Library of Congress in Washington DC zu verbringen, und an einem von der Andrew W. Mellon-Stiftung finanzierten Forschungsseminar zum Thema Dekolonisation teilzunehmen. 2013 ermöglichte ihr ein Reisestipendium der Society for Historians of American Foreign Relations (SHAFR) einen weiteren Forschungsaufenthalt in Washington DC. Sie fungiert als peer-reviewer für das das Journal of Imperial and Commonwealth Studies, das American Historical Journal und Diplomacy and Statecraft. 2015 wurde sie in den Vorstand der British Scholar Society berufen, eine gemeinnützige internationale Organisation von Historikern, die sich mit Großbritanniens Rolle in der Welt befassen.

Helene von Bismarck hat zahlreiche Reisen durch Europa, Nord- und Mittelamerika und den Nahen Osten unternommen. Sie spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.