Bücher

Fantastic Kingdom

John Murray 2026
ISBN 9781399824385

Fantastic Kingdom is a foreigner’s portrait of the United Kingdom which explores and challenges the way the British see themselves, their democracy, constitution and role in the world, at a time of drastic and dangerous geopolitical change.

The United Kingdom is a deeply contradictory and sometimes bewildering place. An island nation, which is also four nations, one of which is not on the island, and arguably less than a nation. Obsessed with its own distinctiveness, while historically and culturally connected to vast parts of the world. A global monarchy and a proud parliamentary democracy. Steeped in tradition and pageantry, yet selective about remembering its past. Hostile to immigration, but still home to a, by international comparison, admirably tolerant, pluralist and open society. Widely secularized, while religion continues to play a significant role in its constitution and politics. Geographically separate from the European continent, yet so close to it that its fate remains entangled with Europe’s, even after Brexit.

Fantastic Kingdom is a study of the political culture, values and institutions that define British democracy, and the role the United Kingdom plays in international affairs, written by a historian and Anglophile who looks at the British from the outside. It tries to understand how this country works, and what may be expected from it in future, by exploring eight fundamental questions. Is geography really destiny? What role does nationalism play in the United Kingdom? How do the British deal with strangers? Is religion relevant to British politics? Does the monarchy matter? Who runs this country? Is its two-party system breaking down? And what is Britain’s role in the world, at a time of dangerous geopolitical tension when the most fundamental certainties and norms of the post-war period are rapidly eroding? None of these questions can be answered by only observing the present, which is why Fantastic Kingdom looks deep into British history to explain where the United Kingdom finds itself today, and how it is perceived abroad.

Helene von Bismarck is a German historian of the British Empire and a foreign policy analyst who has spent her entire career trying to uncover what lies behind the many paradoxes of a country she thinks of as her home from home. Fantastic Kingdom draws on historical research, as well as the personal impressions she gained travelling, reading, working with British universities, thinktanks and media outlets, and encountering members of its governing classes. For this book, she travelled to Scotland, Northern Ireland, Wales and Northern England, as well as London, and interviewed almost fifty experts, historians, journalists, officials and politicians.

Conceptions of Informal Empire. British Policy in the Persian Gulf, 1961-68

(Basingstoke/ New York: Palgrave Macmillan 2013)
ISBN 978-1-137-32672-0

Helene von Bismarcks erstes Buch ist ein Beitrag zu drei verschiedenen Forschungsfeldern: der Geschichte des britischen Weltreiches, der internationalen Geschichte, und der Regionalgeschichte des Nahen und Mittleren Ostens. Das Buch untersucht Großbritanniens Politik im erdölreichen Persischen Golf im Zeitraum zwischen der Unabhängigkeit Kuwaits im Juni 1961 und der Entscheidung der britischen Regierung im Januar 1968, sich militärisch vollständig aus den Gebieten östlich des Suezkanals zurückzuziehen. Es ist eine Studie der inneren Logik und der Methoden des britischen Imperialismus zu einer Zeit, als große Teile der europäischen Weltreiche den Dekolonisationsprozess durchlebten oder sogar schon abgeschlossen hatten. Anstatt zu fragen, warum Großbritannien sich letztendlich aus der Golfregion zurückzog, analysiert Helene von Bismarck, wie die Briten ihre weitreichenden wirtschaftlichen und strategischen Interessen dort sicherten, bevor es zum Rückzug kam. Für den Großteil der 1960er Jahre wurde Großbritanniens Golfpolitik nicht von der Unvermeidlichkeit der Dekolonisation, sondern von einem zentralen Dilemma bestimmt: wie konnte man das britische informal empire im Golf aufrechterhalten, ohne nach außen hin allzu imperialistisch zu wirken? Die Beantwortung dieser Frage kam einer Quadratur des Kreises gleich.

Die britischen Entscheidungsträger definierten Großbritanniens Rolle im Golf als interdependentes System aus militärischen Präsenz, vertraglich zugesicherten Vorrechten und politischer Einflussnahme. Dieses System schloss die konstitutionell abhängigen Länder Bahrain, Qatar und die sieben Trucial States (die heutigen Vereinigten Arabischen Emirate) genauso ein, wie die formell unabhängigen Staaten Kuwait und Oman. Die kleinen Golfstaaten verfügten über einen enormen Reichtum an natürlichen Ressourcen, aber sie waren durch die Ambitionen der größeren Anrainerstaaten des Golfs, Saudi Arabien, Irak und Iran extrem gefährdet. Aus Sicht der britischen Regierung bildete der Persische Golf ein Machtvakuum, das von Großbritannien ausgefüllt werden musste. Die enormen Profite, die Ölfirmen wie British Petroleum (BP) und Royal Dutch Shell im Golf machten, kamen Großbritanniens Zahlungsbilanz in signifikanter Weise zugute. Die britischen Entscheidungsträger hofften zwar auf die grundsätzliche Unterstützung der US Regierung, versuchten aber eine direkte Einflussnahme der Amerikaner auch das Tagesgeschäft der kleinen Golfstaaten zu vermeiden. Die größte Herausforderung für Großbritannien war es, die ungestörte Ölproduktion im Golf und den Verkauf des Öls in den Westen zu günstigen Konditionen zu gewährleisten, ohne die Aufmerksamkeit der arabischen Nationalisten oder der Vereinten Nationen auf sich zu ziehen.

Die britische Macht im Persischen Golf hing vom Vertrauen und der Kooperation der lokalen Herrscher ab. Wenn ein Herrscher sich kategorisch weigerte, mit Großbritannien zusammenzuarbeiten, was in Sharjah 1965 und in Abu Dhabi 1966 geschah, organisierte die britische Regierung heimlich seinen Sturz und ersetzte ihn mit einem anderen Mitglied der jeweiligen Herrscherfamilie. Helene von Bismarck beweist und erklärt in ihrem Buch als erste die Beteiligung der britischen Regierung bei den Absetzungen der Shaikhs Saqr bin Sultan Al-Qasimi von Sharjah, und Shakhbut bin Sultan Al-Nahyan von Abu Dhabi.

Conceptions of Informal Empire beruht größtenteils auf Recherchen in den National Archives des Vereinigten Königreichs in Kew bei London. Die National Archives and Records Administration der USA in College Park, Maryland, wurden als zusätzliche Quelle genutzt.

Das Buch ist in zahlreichen einschlägigen Fachzeitschriften positiv besprochen worden, u.a. im American Historical Review (PDF), dem Journal for British Studies (PDF), dem Middle East Journal (PDF), dem Journal of Arabian Studies (PDF), Diplomacy and Statecraft, Middle Eastern Studies und Asian Affairs.

Königswinter

(Basingstoke/ New York: Palgrave Macmillan 2013)
ISBN 978-1-137-32672-0

Helene von Bismarcks erstes Buch ist ein Beitrag zu drei verschiedenen Forschungsfeldern: der Geschichte des britischen Weltreiches, der internationalen Geschichte, und der Regionalgeschichte des Nahen und Mittleren Ostens. Das Buch untersucht Großbritanniens Politik im erdölreichen Persischen Golf im Zeitraum zwischen der Unabhängigkeit Kuwaits im Juni 1961 und der Entscheidung der britischen Regierung im Januar 1968, sich militärisch vollständig aus den Gebieten östlich des Suezkanals zurückzuziehen. Es ist eine Studie der inneren Logik und der Methoden des britischen Imperialismus zu einer Zeit, als große Teile der europäischen Weltreiche den Dekolonisationsprozess durchlebten oder sogar schon abgeschlossen hatten. Anstatt zu fragen, warum Großbritannien sich letztendlich aus der Golfregion zurückzog, analysiert Helene von Bismarck, wie die Briten ihre weitreichenden wirtschaftlichen und strategischen Interessen dort sicherten, bevor es zum Rückzug kam. Für den Großteil der 1960er Jahre wurde Großbritanniens Golfpolitik nicht von der Unvermeidlichkeit der Dekolonisation, sondern von einem zentralen Dilemma bestimmt: wie konnte man das britische informal empire im Golf aufrechterhalten, ohne nach außen hin allzu imperialistisch zu wirken? Die Beantwortung dieser Frage kam einer Quadratur des Kreises gleich.

Die britischen Entscheidungsträger definierten Großbritanniens Rolle im Golf als interdependentes System aus militärischen Präsenz, vertraglich zugesicherten Vorrechten und politischer Einflussnahme. Dieses System schloss die konstitutionell abhängigen Länder Bahrain, Qatar und die sieben Trucial States (die heutigen Vereinigten Arabischen Emirate) genauso ein, wie die formell unabhängigen Staaten Kuwait und Oman. Die kleinen Golfstaaten verfügten über einen enormen Reichtum an natürlichen Ressourcen, aber sie waren durch die Ambitionen der größeren Anrainerstaaten des Golfs, Saudi Arabien, Irak und Iran extrem gefährdet. Aus Sicht der britischen Regierung bildete der Persische Golf ein Machtvakuum, das von Großbritannien ausgefüllt werden musste. Die enormen Profite, die Ölfirmen wie British Petroleum (BP) und Royal Dutch Shell im Golf machten, kamen Großbritanniens Zahlungsbilanz in signifikanter Weise zugute. Die britischen Entscheidungsträger hofften zwar auf die grundsätzliche Unterstützung der US Regierung, versuchten aber eine direkte Einflussnahme der Amerikaner auch das Tagesgeschäft der kleinen Golfstaaten zu vermeiden. Die größte Herausforderung für Großbritannien war es, die ungestörte Ölproduktion im Golf und den Verkauf des Öls in den Westen zu günstigen Konditionen zu gewährleisten, ohne die Aufmerksamkeit der arabischen Nationalisten oder der Vereinten Nationen auf sich zu ziehen.

Die britische Macht im Persischen Golf hing vom Vertrauen und der Kooperation der lokalen Herrscher ab. Wenn ein Herrscher sich kategorisch weigerte, mit Großbritannien zusammenzuarbeiten, was in Sharjah 1965 und in Abu Dhabi 1966 geschah, organisierte die britische Regierung heimlich seinen Sturz und ersetzte ihn mit einem anderen Mitglied der jeweiligen Herrscherfamilie. Helene von Bismarck beweist und erklärt in ihrem Buch als erste die Beteiligung der britischen Regierung bei den Absetzungen der Shaikhs Saqr bin Sultan Al-Qasimi von Sharjah, und Shakhbut bin Sultan Al-Nahyan von Abu Dhabi.

Conceptions of Informal Empire beruht größtenteils auf Recherchen in den National Archives des Vereinigten Königreichs in Kew bei London. Die National Archives and Records Administration der USA in College Park, Maryland, wurden als zusätzliche Quelle genutzt.

Das Buch ist in zahlreichen einschlägigen Fachzeitschriften positiv besprochen worden, u.a. im American Historical Review (PDF), dem Journal for British Studies (PDF), dem Middle East Journal (PDF), dem Journal of Arabian Studies (PDF), Diplomacy and Statecraft, Middle Eastern Studies und Asian Affairs.